Es gibt einen Satz im Epheserbrief, der alles auf den Kopf stellt, was wir über Leistung und Würdigkeit denken. Paulus schreibt in Epheser 1,4 (Schlachter 2000): „wie er uns in ihm erwählt hat vor der Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.„
Bevor die Welt stand, bevor du deinen ersten Atemzug getan hast und bevor du irgendetwas richtig oder falsch gemacht hast, hat Gott bereits auf dich gezeigt und gesagt: Diese. Diese hier ist meine. Das ist kein nachträglicher Gedanke von Ihm, kein Plan B, sondern eine Entscheidung, die er in der Ewigkeit getroffen hat, lange bevor irgendjemand eine Meinung über dich haben konnte.
Das griechische Wort, das Paulus hier verwendet, ist eklegomai, was so viel bedeutet wie „herausgreifen“ oder „für sich auswählen“. Es ist das Bild von jemandem, der in einem Raum voller Menschen gezielt auf eine Person zugeht, nicht weil sie sich hervorgetan hat, sondern weil er sie kennt und will. Genau das hat Gott mit dir getan, und er hat es getan, ohne dass du dabei warst, ohne dass du darum gebeten hast und ohne dass du dich dafür qualifizieren musstest.
Was „Chosen“ nicht bedeutet
An dieser Stelle schleicht sich oft ein Missverständnis ein, das viele Christinnen jahrelang begleitet. Auserwählt zu sein klingt nach Leistungsdruck, als müsstest du jetzt auch entsprechend liefern, damit die Wahl Gottes gerechtfertigt bleibt. Aber genau das ist nicht gemeint, und Petrus macht das in seinem Brief wunderschön deutlich.
1. Petrus 2,9 (Schlachter 2000): „hr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat.„
Petrus beschreibt hier keine Gruppe von Menschen, die sich durch außergewöhnliche Frömmigkeit qualifiziert hat, sondern Menschen, die aus der Finsternis herausgerufen wurden. Der Ausgangspunkt ist nicht ihre Stärke, sondern Gottes Ruf. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Religion und Evangelium: Religion sagt, du wirst auserwählt, weil du es verdienst, aber das Evangelium sagt, du wirst auserwählt, damit du erkennst, wie sehr du geliebt bist.
Deine Identität steht nicht zur Abstimmung
Als Pastorin begegne ich immer wieder Frauen, die ihr „Chosen-Sein“ von äußeren Bestätigungen abhängig machen, vom Lob anderer, vom Erfolg ihrer Arbeit oder vom Gefühl in der Stille. Aber eine Identität, die auf Bestätigung angewiesen ist, ist keine stabile Identität, sie ist ein Spiegel, der sich nach dem Wind dreht.
Was Gott über dich gesagt hat, stand fest, bevor irgendjemand eine Meinung über dich hatte.
Jeremia 1,5 (Schlachter 2000): „Bevor ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich gekannt, und bevor du aus dem Schoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt.“ Gekannt, geheiligt, gerufen, alles in der richtigen Reihenfolge, und du warst noch nicht einmal da. Das ist kein frommer Motivationssatz, sondern die Grundlage, auf der du heute aufstehen kannst, egal wie der gestrige Tag war.
⠀
Chosen leben, nicht nur glauben
Es ist eine Sache, diese Wahrheit zu kennen, und eine ganz andere, sie wirklich zu leben. Viele Christinnen tragen die Theologie im Kopf und die Zweifel im Herzen, und die Lücke dazwischen fühlt sich manchmal riesig an. Was hilft, ist nicht mehr Anstrengung, sondern mehr Wiederholung der richtigen Wahrheit, denn Römer 10,17 sagt, dass der Glaube aus dem Hören kommt.
Das bedeutet, du musst das, was Gott über dich gesagt hat, immer wieder hören, lesen und aussprechen, bis es sich tiefer ins Herz eingräbt als der Satz, den du dir selbst in einem schwachen Moment gesagt hast. Manche Frauen finden es hilfreich, diese Identität auch sichtbar zu tragen, nicht als religiöses Signal nach außen, sondern als tägliche Erinnerung an sich selbst. Unser „Chosen by Grace“ Damen Organic Tank Top trägt genau diese Botschaft: Chosen by Grace. For His Glory. Auserwählt durch Gnade, für seine Herrlichkeit, weil das die Wahrheit ist.
⠀
Gnade ist der Grund, nicht du
Es wäre ein Fehler, diesen Artikel zu beenden, ohne noch einmal auf das Wort zu schauen, das hinter allem steht: Gnade. Du bist nicht auserwählt, weil du dich qualifiziert hast, sondern weil Gott gnädig ist. Das entlastet dich von dem Druck, deine Auserwählung täglich neu zu verdienen, und es gibt dir gleichzeitig die stabilste Grundlage, die es gibt, eine Identität, die auf Gottes Charakter ruht und nicht auf deiner eigenen Zuverlässigkeit.
Epheser 2,8-9 (Schlachter 2000):
„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.„
⠀
Interner Link: Du bist genug: Gottes Liebe verdient sich nicht
Wenn du tiefer in das Thema deiner Identität in Christus eintauchen möchtest, lies auch unseren Artikel „Du bist genug: Gottes Liebe verdient sich nicht“. Und falls du heute mit etwas anfangen möchtest, das dich täglich an deine wahre Identität erinnert, schau dir den „Chosen by Grace“ Tank Top in unserem Shop an, nicht weil du etwas brauchst, um auserwählt zu sein, sondern weil du es schon bist.
